Martin Lange

Ismar Martin, später Mordechai
* 4.1.1918 (Gollub/heute Golub-Dobrzyń, Polen) – ✡ 2007 (Tel-Aviv, Israel)
Stationen: Gollub, Berlin, Ahrensdorf, Freienstein, Löhnberg, Dänemark, Schweden, Palästina/heute Israel

  • Martin Lange muss das Gymnasium verlassen; auch die Lehre im Betrieb seines Vaters muss er abbrechen
  • Mitglied im Makkabi Hazair
  • 21.10.1936: zur Hachschara im Landwerk Ahrensdorf
Meldung der ausgebildeten Praktikanten im Landwerk Ahrensdorf vom 8. April 1938 (Quelle: Yad Vashem)
Meldung der ausgebildeten Praktikanten im Landwerk Ahrensdorf vom 8. April 1938: Martin Lange beginnt die Ausbildung dort am 21.10.1936 und beendet sie am 1.1.1937 mit dem Ziel Umschulung nach Freienstein; auch auf der Liste Leo Futermann, Lothar Glogauer und Franz Meininger (Quelle: Yad Vashem)
  • 1.1.1937: zur Hachschara nach Freienstein
  • Hachschara auch im Kibbuz Löhnberghütte in Löhnberg
  • Flucht nach Dänemark: zur Hachschara nach Glamsbjerg auf Fünen
  • April 1940: Deutsche Besatzung Dänemarks
  • 9.6.1941: der Familie Lange wird die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen
Reichs⸗ und Staatsanzeiger Nr. 135 vom 13. Juni 1941: David, Margarete, Gerda, Erna und Martin verlieren die deutsche Staatsbügerschaft (Quelle: Deutsches Zeitungsportal)
Reichs- und Staatsanzeiger Nr. 135 vom 13. Juni 1941: Vater David, Mutter Margarete, Schwester Gerda, Schwester Erna und Martin verlieren die deutsche Staatsbügerschaft; Schwester Charlotte wurde die Staatsbürgerschaft bereits im Mai 1940 entzogen (Quelle: Deutsches Zeitungsportal)
  • September 1943: Adolf Hitler befiehlt die „Endlösung der Judenfrage“ in Dänemark
  • 13.10.1943: Flucht von Dänemark nach Schweden (im Oktober 1943 können sich in einer Massenflucht die meisten dänischen Juden – über 7.700 – nach Schweden retten)
Flucht von Dänemark nach Schweden (Quelle: safe-haven.dk)
Martin Lange flieht mit dem Boot „Carla“ von Möen nach Trelleborg (Quelle: safe-haven.dk)
Liste der "Alten Chawerim" des Hechaluz, Hässleholm, Schweden, 15.10.1945; auch auf der Liste Fritz Wolff (Quelle: Arolsen Archives/Ancstry)
Liste der „Alten Chawerim“ des Hechaluz, Hässleholm, Schweden, 15.10.1945; auch auf der Liste Fritz Wolff (Quelle: Arolsen Archives/Ancstry)
  • auch in Schweden Arbeit auf einem Bauernhof in der Gegend von Lund
  • Juni 1946: in Belgien acht Monate in einem Sammel- und Transitlager für Displaced Persons des American Jewish Joint Distribution Committee (Joint) in Vorbereitung auf die Auswanderung nach Palästina
  • April 1947: Martin Lange versucht mit dem Schiff „Theodor Herzl“ illegal nach Palästina einzureisen; das Schiff wird kurz vor Haifa von der britischen Marine gestoppt und die Flüchtlinge über ein Jahr in einem Lager auf Zypern interniert
  • 1948: als landwirtschaftlicher Arbeiter im Kibbuz Kfar-Hamaccabi
  • ab 1950: arbeitet als Gärtner in Tel-Aviv
  • Wehrdienst als Reservist in der israelischen Armee
  • 2007: stirbt in Tel-Aviv
Grab auf dem Yarkon Cemetery, Petah Tiqwa, Israel (Quelle: billiongraves)
Grab auf dem Yarkon Cemetery, Petah Tiqwa, Israel (Quelle: billiongraves)
FAMILIE
  • Großeltern Lange: Aron Josef Lange * 17.10.1855 – ✡ 21.3.1936 (Berlin); verh. mit Amalia Presch * 24.8.1849 (Meseritz/heute Międzyrzecz, Polen) – ✡ 12.3.1920 (Berlin)
  • Großeltern Munter: Markus Munter * 2.4.1830 (Gollub/heute Golub-Dobrzyń, Polen) – ✡ 8.8.1911 (Gollub); verh. mit Ernestine Wollenberg * 11.1.1841 – ✡ 5.12.1912 (Gollub)
  • Vater: David Lange * 13.1.1886 (Gartz/Oder) – ✡ 23.4.1966 (Bagneux, Frankreich)
  • Mutter: Margarete [Grete] Munter * 15.10.1881 (Gollub/heute Golub-Dobrzyń, Polen) – ✡ 14.10.1968 (Bagneux, Frankreich)
  • Tante: Leila Berta Lange * 4.8.1879 – ✡ vor dem 8.5.1945 (Warschauer Ghetto/heute Polen); verh. mit Leopold Ascher * 13.2.1880 (Lessen/heute Łasin, Polen) – ✡ vor dem 8.5.1945 (Warschauer Ghetto)
  • Tante: Goldina Lange * 21.9.1882 (Lippehne/heute Lipiany, Polen) – ✡ 2.6.1940 (Berlin); verh. mit Pinkus Itzig Kaufmann * 18.2.1885 (Raschkow/heute Raszków, Polen) – ✡ vor dem 8.5.1945 (KZ Theresienstadt/heute Tschechien)
  • Onkel: Max Lange * 19.5.1888 (Gartz) – ✡ 1970 (London, Großbritannien); verh. mit Berta Hess * 18.12.1892 (Lübeck) – ✡ 1976 (London); beide fliehen 1934 nach Großbritannien
  • Onkel: Sally Munter * 9.3.1879 [1897] (Gollub/heute Golub-Dobrzyń, Polen) – ✡ Oktober 1965 (San Francisco, USA); verh. mit Lisbeth Hedwig Schmul * 21.9.1896 [1895] (Gollub) – ✡ Juli 1957 (San Francisco); beide fliehen 1940 in die USA
  • Schwester: Gerda Lange * 10.2.1912 (Gollub/heute Golub-Dobrzyń, Polen) – ✡ 10.10.1942 (KZ Auschwitz/heute Polen); verh. am 12.4.1934 in Berlin mit Lipe [Leo] Eule * 8.9.1910 (Stobierna/heute Rzeszów, Polen)– ✡ 18.10.1952 (New York, USA)
  • Schwester: Erna Lange * 3.2.1913 (Gollub/heute Golub-Dobrzyń, Polen)
  • Schwester: Charlotte Lange * 31.10.1915 (Gollub/heute Golub-Dobrzyń, Polen) – ✡ 18.8.2012 (Clamart, Frankreich)
  • Ehefrau: Edna Fela Frydman * 16.6.1926 – ✡ 2000 (Tel-Aviv, Israel); Heirat am 8.6.1950 in Tel-Aviv; 2 Söhne: Michael Josef Lange * 24.2.1953 (Tel-Aviv) und Doron Lange * 6.6.1960 (Tel-Aviv)
QUELLEN