Franz Meininger

Franz Josef Meininger (später Namensänderung in Mann)

* 1.9.[1./9.11.]1921 (Göttingen) – ✡ 14.4.1989 (Batzra, Israel)
Stationen: Göttingen, Ahrensdorf, Freienstein, Rüdnitz, Spreenhagen, Halbe, Israel

  • 9.11.1936: Franz über den Makkabi Hazair zur Hachschara im Landwerk Ahrensdorf
Meldung der ausgebildeten Praktikanten im Landwerk Ahrensdorf vom 8. April 1938 (Quelle: Yad Vashem)
Meldung der ausgebildeten Praktikanten im Landwerk Ahrensdorf vom 8. April 1938: auch auf der Liste Leo Futermann, Lothar Glogauer und Martin Lange (Quelle: Yad Vashem)
  • 17.6.1937: Franz nach siebenmonatiger Ausbildung im Landwerk Ahrensdorf zur Hachschara nach Freienstein
Freienstein 1938 (Quelle: Spuren im Vest, Fred Zimmak)
Hachschara auf Gut Freienstein bei Stettin im Sommer 1938 (Quelle: Fred Zimmak)
  • Franz zur Hachschara auch im Gut Winkel (Spreenhagen) und Landwerk Halbe
Vorschlagsliste der Teilnehmer an dem Vorbereitungslager der Jüdischen Jugendhilfe in Rüdnitz b. Bernau von Mitte März bis Mitte April vom 24.2.1938 (Quelle: Yad Vashem)
Franz auf der Vorschlagsliste für Teilnehmer am Vorbereitungslager der Jüdischen Jugendhilfe in Rüdnitz b. Bernau von Mitte März bis Mitte April vom 24.2.1938; auch auf der Liste Leo Lippmann (Quelle: Yad Vashem)
  • März bis August 1938: statt zur Hachschara nach Rüdnitz als Gärtnergehilfe bei Apotheker Max Holländer in Heidesheim am Rhein
  • 8.-15.8.1938: Franz wandert mit einem Visum Kategorie B III [für Schüler und Studenten] nach Palästina/heute Israel aus; er flieht zunächst nach Triest und von dort mit dem Schiff „Galilea“ nach Haifa
  • 14.2.1939: Franz wird die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen
Franz – und auch seine Mutter Änne – verlieren "durch Bekanntmachung vom 14.2.1939, veröffentlicht in der Nr. 41 des Deutschen Reichsanzeigers und Preußischen Staatsanzeigers vom 17.2.1939" die deutsche Staatsbügerschaft (Quelle: National Archives and Records Administration/ancestry)
Franz – und auch seine Mutter Änne – verlieren „durch Bekanntmachung vom 14.2.1939, veröffentlicht in der Nr. 41 des Deutschen Reichsanzeigers und Preußischen Staatsanzeigers vom 17.2.1939“ die deutsche Staatsbügerschaft (Quelle: National Archives and Records Administration/ancestry)
  • 2.1.1940: Franz Meininger heiratet Debora Basin
  • 14.7.1940: Geburt der Tochter Ofra in Afula
  • Franz tritt in die Jüdische Brigade der Britischen Armee ein
Einbürgerungsurkunde vom 26.1.1942 (Quelle: Israel State Archives)
palästinensische Einbürgerungsurkunde für das Ehepaar Meininger vom 26.1.1942 (Quelle: Israel State Archives)
  • nach der Staatsgründung Israels hilft Franz mit beim Aufbau des Moshav Batzra (Moschaw Baṣra), einer landwirtschaftlichen Genossenschaftssiedlung nördlich von Tel Aviv
  • 14.4.1989: Franz Meininger stirbt im Alter von 67 Jahren in Israel
2018 werden in Göttingen, Lotzestraße 20 a, für die Eltern und die Geschwister Meininger vier Stolpersteine verlegt (Quelle: Stadt Göttingen)
2018 werden in Göttingen, Lotzestraße 20 a, für die Eltern und die Geschwister Meininger vier Stolpersteine verlegt (Quelle: Stadt Göttingen)
FAMILIE
  • Großeltern Meininger: Siegfried [Samuel] Meininger * 1.2.1849 (Göttingen) – ✡ 26.5.1905 (Göttingen); verh. mit Dora Meyerstein * 2.2.1855 (Heinrichs, bei Suhl) – ✡ 18.7.1931 (Groß-Gerau)
  • Großeltern Stern: Siegmund Stern * 29.4.1846 (Flörsheim am Main) – ✡ 24.5.1911 (Mainz); verh. mit Dorothea [Dora] Friedheim * 25.4.1849 (Grafentraubach) – ✡ 20.8.1909 (Mainz); Heirat 1873
  • Vater: Eugen Meininiger * 11.6.1879 (Göttingen) – ✡ 19.5.1935 (Göttingen)
  • Mutter: Anna/Änne Stern * 6.9.1889 (Mainz) – 7.9.1942 vom Sammel- und Durchgangslager Drancy ins KZ Auschwitz/heute Polen, ✡ für tot erklärt; Heirat 1912 in Mainz
  • Tante: Thekla Stern * 29.9.1874 (Flörsheim) – ✡ 16.1.1946 (Paris), verh. mit Ludwig Gans * 12.3.1862 (Schöneberg, Kreis Kreuznach) – ✡ 28.1.1912 (Saarbrücken); Heirat 1897 in Mainz
  • Tante: Emma Stern * 18.8.1876 (Flörsheim) – ✡ 12.10.1962 (New York, USA); verh. mit Salomon Gans * 13.4.1870 (Schöneberg, Kreis Kreuznach) – ✡ 2.9.1936 (Luxembourg); Heirat 1901 in Mainz
  • Tante: Clotilde Sara Stern * 24.3.1879 (Mainz) – ✡ 25.1.1943 (Ghetto Theresienstadt/heute Terezín, Tschechien); verh. mit Maximilian Gochsheimer * 19.1.1874 (Mainz) – ✡ 6.10.1942 (Ghetto Theresienstadt); Heirat 1905 in Mainz
  • David Arthur Stern * 29.3.1883 (Mainz) – ✡ 25.3.1942 (Ghetto Piaski/heute Polen)
  • Onkel: Joseph Stern: 23.12.1886 (Mainz) – ✡ gefallen am 7.10.1917 (Houthoulster Wald, Belgien)
  • Schwester: Hildegard [Hilde] Dorothea Meininger * 30.8.1913 (Göttingen) – ✡ 2009 (Israel); verh. 1935 mit Robert Garthy (Bulgarien)
  • Ehefrau: Debora Basin [Dvora Bassin] * 9.10.1923 (Kfar Yehezkel, Palästina/heute Israel) – ✡ 25.10.2008 (Israel); 3 Kinder
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