Meta Pantiel

verheiratete Meta Futermann, später Mirjam Futermann
* 10.1.1919 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ 20.5.2012 (Netanja, Israel)
Stationen: Iwitz, Preußisch Friedland, Schloppe, Berlin, Freienstein, Dänemark, Schweden, Israel

  • 1934-1936: Meta ist gezwungen, ihre Schulausbildung am Gymnasium in Preußisch Friedland/heute Debrzno, Polen abzubrechen; auch ihre kaufmännische Lehre in Schloppe/heute Człopa, Polen kann sie nicht beenden, sie wird 1936 als Jüdin entlassen
  • Hachschara auf „Gut Augusthof“ bei Schlochau/heute Człuchow, Polen
  • Juli 1937: zur Hachschara nach Freienstein (bis vor dem 30.9.1938)
  • September 1938: Verlobung mit Leo Futermann
Verlobungsanzeige, Jüdische Rundschau vom 30.9.1938 (Quelle: Goethe-Universität Frankfurt)
Verlobungsanzeige, Jüdische Rundschau vom 30.9.1938 (Quelle: Goethe Universität Frankfurt am Main)
Abmeldung bei der polizeilichen Meldebehörde aus dem Haushalt von Dr. Lipschitz nach Dänemark vom 22.3.1939 (Quelle: Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Entschädigungsbehörde: Entschädigungsakte Nr. 171.532)
Abmeldung bei der polizeilichen Meldebehörde in Berlin nach Dänemark, 22.3.1939: Meta wohnt bis zur Ausreise bei Dr. Lipschitz. Sie arbeitet in seinem Haushalt als Sprechstunden- und Haushaltshilfe. (Quelle: Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Entschädigungsbehörde: Entschädigungsakte Nr. 171.532)
  • 22.3.1939: zur Hachschara nach Lundanger auf Fünen, Dänemark, wo Meta im selben Jahr heiratet
  • 11.3.1940: Geburt der Tochter Judith Rachel Futermann in Assens auf Fünen, Dänemark (Foto der 7-jährigen 1947 bei arkiv.dk)
  • April 1940: Deutsche Besatzung Dänemarks
  • September 1943: Adolf Hitler befiehlt die „Endlösung der Judenfrage“ in Dänemark
  • 5.10.1943: Meta wird mit ihrer dreijährige Tochter Judith, Ehemann Leo Futermann sowie 80 weiteren Inhaftierten mit dem Transport XXV/1 ins Ghetto Theresienstadt/heute Tschechien deportiert (im Oktober 1943 werden ca. 480 Juden aus Dänemark in das Ghetto verschleppt; die meisten dänischen Juden – über 7.700 – können nach Schweden flüchten, darunter Lothar Glogauer, Gerhard Herzog, Martin Lange und Fritz Wolff)
Häftlingskarte Meta Futermann Ghetto Theresienstadt (Quelle: Památník Terezín)
Metas Häftlingskarte für das Ghetto Theresienstadt: Zunächst wird sie in der Hauptstraße 22 (Dresdner Kaserne) untergebracht, später in der Seestraße 28. (Quelle: Památník Terezín)
Häftlingskarte Judith Futermann Ghetto Theresienstadt (Quelle: Památník Terezín)
Häftlingskarte von Tochter Judith: Sie wohnt ebenfalls in der Hauptstraße 22 und später in der Seestraße 28. – Auf der Häftlingskarte von Ehemann Leo sind zusätzlich noch die Adressen Hauptstraße 1 und Rathausgasse 4 notiert. (Quelle: Památník Terezín)
Metas Personalausweis für das "Jüdische Siedlungsgebiet Theresienstadt" vom 1.1.1945, ausgestellt von der Jüdischen Selbstverwaltung Theresienstadt: Als Adresse ist Seestraße 28 angegeben. (Quelle: Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Entschädigungsbehörde: Entschädigungsakte Nr. 171.532)
Metas Personalausweis für das „Jüdische Siedlungsgebiet Theresienstadt“ vom 1.1.1945, ausgestellt von der Jüdischen Selbstverwaltung Theresienstadt: Als Adresse ist Seestraße 28 angegeben. (Quelle: Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Entschädigungsbehörde: Entschädigungsakte Nr. 171.532)
"Von Dänemark nach Theresienstadt deportiert ... Futterman, Leo, Meta, Judith Rachel ..." in: Aufbau, deutsch-jüdische Exilzeitung vom 29.9.1944, New York (Quelle: Deutsche Nationalbibliothek)
„Von Dänemark nach Theresienstadt deportiert … Futterman, Leo, Meta, Judith Rachel …“ in: Aufbau, deutsch-jüdische Exilzeitung vom 29.9.1944, New York (Quelle: Deutsche Nationalbibliothek)
  • 15. April 1945: „Rettungsaktion der Weißen Busse“ (Schweden initiiert als neutraler Staat unter Rotkreuz-Führung mit weiß gestrichenen und mit Rot-Kreuz-Zeichen markierten Fahrzeugen die Befreiung vor allem norwegischer und dänischer Häflinge aus deutschen Konzentrationslagern nach Skandinavien – 423 dänische Juden werden aus dem KZ Theresienstadt geretet)
Ein Blatt für Nah und Fern, 12.7.1945 (Quelle: Massuah, Institute for Holocaust Studies)

„Freigelassene von Theresienstadt, die nach Schweden kamen … Futermann, Leo; Futermann Meta …“

Liste von aus Lagern in Deutschland Befreite und nach Schweden Geretete, herausgegeben vom Jüdischen Kongress in Stockholm in: Ein Blatt für Nah und Fern vom 12.7.1945 (Quelle: Massuah, Institute for Holocaust Studies)

  • 17.4.1945: in Schweden angekommen, muss Meta zunächst fünf Wochen in Quarantäne
  • Mai 1945: Rückkehr nach Assens, dort Wiedersehen mit Ehemann Leo
  • 12.1.1949: Einwanderung nach Israel
Israel Einwanderungsliste vom 12.1.1949: Leo, Meta, Judith und Ruth Futermann kommen mit dem Schiff Independence mit dem Ziel Tel Aviv in Israel an. (Quelle: MyHeritage)
Israel Einwanderungsliste vom 12.1.1949: Leo, Meta, Judith und Ruth Futermann kommen mit dem Schiff Independence in Tel Aviv an. (Quelle: MyHeritage)
  • 2012: Meta Futermann stirbt im Alter von 93 Jahren in Israel
Grabstelle von Leo und Meta Futermann (Quelle: BillionGraves)
Grabstelle von Meta und Leo Futermann auf dem Friedhof Avikhayil Common Cemetery in Netanya, Israel (Quelle: BillionGraves)
FAMILIE
  • Großeltern Pantiel: Jacob Pantiel; verh. mit Rosalie, geb. Becker
  • Vater: Sally Pantiel * 4.1.1874 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ vor dem 8.5.1945 (KZ Treblinka/heute Polen)
  • Mutter: Elly, geb. Abramovsky * 19.12.1877 (Zawadda/heute Zawada, Polen) – ✡ vor dem 8.5.1945 (KZ Treblinka/heute Polen); Heirat im April 1900 in Iwitz
  • Onkel: Abraham Pantiel * 30.7.1868 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ 7.9.1927 (Berlin); verh. mit Emma Schleimer * 26.4.1867 (Buschkau/heute Buszkowy, Polen) – ✡ 13.1.1942 deportiert ins Ghetto Riga/heute Lettland; Heirat im Mai 1920 in Berlin
  • Onkel: Karl [Carl] Pantiel * 31.7.1871 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ 24.12.1939 (Berlin); verh. mit Gertrud [Trude], geb. Landsberger * 2.4.1879 (Liebau/heute Lubawka, Polen) – ✡ 26.9.1942, Suizid (Berlin)
  • Tante: Marie Pantiel * 23.5.1866 (Ostrowo/heute Polen) – ✡ vor dem 8.5.1945 (KZ Treblinka/heute Polen); verh. mit Moritz Pich * ca. 1868 (Bütow/heute Bytów, Polen) – ✡ 25.5.1933 (Berlin)
  • Bruder: Jacques (Jack, Jacob) Pantiel * 19.11.1901 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ vor dem 8.5.1945 (KZ Auschwitz/heute Polen)
  • Schwester: Resi Pantiel * 5.3.1903 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ 1976; verh. mit George Alexander * 16.2.1901 (Goßlershausen/heute Jabłonowo Pomorskie, Polen) – ✡ 1964
  • Schwester: Erika Pantiel * 19.12.1905 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ vor dem 8.5.1945 (KZ Auschwitz/Polen)
  • Schwester: Anni (Anna) Pantiel * 22.10.1907 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ 3.2.1943 deportiert ins KZ Auschwitz/heute Polen; verh. mit Joseph Georg Eckstein * 6.9.1898 (Landsberg) – ✡ 3.2.1943 deportiert ins KZ Auschwitz
  • Schwester: Paula Pantiel * 7.9.1910 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ 18.11.1995 (Zikhron Ya’akov, Israel); verh. mit Max Joseph * 16.10.1895 – ✡ 18.4.1964 (Nahariya, Israel)
  • Schwester: Margot Pantiel * 3.2.1913 (Iwitz/heute Iwiec, Polen); verh. mit Friedrich Michelsohn; Heirat im Juni 1941 in Großbritanien
  • Bruder: Max Pantiel * 28.5.1917 (Iwitz/heute Iwiec, Polen) – ✡ vor dem 8.5.1945 (KZ Auschwitz/heute Polen)
  • Ehemann: Leo Futermann * 9.2.1920 (Essen) – ✡ 25.12.2011 (Netanja, Israel)
  • Töchter: Judith Rachel (Rahel) Futermann * 11.3.1940 (Assens, Dänemark); verh. mit Ashkenazy / Ruth Lea Futermann * 10.5.1947 (Assens)
QUELLEN