Bernd Alexander Drucker
* 10.4.1918[1917] (Leipzig) – ✡ 3.7.2009 (USA)
Stationen: Leipzig, Freienstein, Dänemark, USA
- 1936: Bernd Drucker wohnt zusammen mit seinem Vater in der Nordstraße 58 in Leipzig (später in der Pfaffendorfer Straße 18)

- Bernd zur Hachschara in Freienstein
- 10. November 1938, Novemberpogrom: Bernd wird zusammen mit den anderen Juden auf Gut Freienstein verhaftet und ins Gefängnis nach Stettin transportiert; am nächsten Morgen werden die Mädchen und Frauen nach Hause geschickt, die Jungen und Männer werden ins KZ Sachsenhausen deportiert; Bernd erhält die Häftlingsnummer 11342 und wird dem Block 62 zugewiesen (dem sogenannten „Kleinen Lager“, in dem die meisten der jüdischen Häftlinge untergebracht waren)

- 26.3.1939: zur Hachschara nach Dänemark
- nach 1945: Arbeit als Diplom-Landwirt in der Verwaltung der Firma Hartmann in Kopenhagen
- 1946: lernt in Kopenhagen seine spätere Ehefrau Hanna Dubova kennen; sie heiraten 40 Jahre später
- 3.7.2009: Bernd Drucker stirbt im Alter von 92 Jahren in den USA

Familie
- Vater: Siegfried Drucker * 3.1.1872 (Offenbach am Main) – ✡ 26.3.1943 (Ghetto Theresienstadt/heute Tschechien)
- Mutter: Zofja/Sofia Alexander * 5.4.1877 (Raschkow/heute Raszków, Polen) – ✡ 19.2.1927; Heirat im April 1917 in Offenbach am Main
- Ehefrau: Hanna Dubova, verwittwete Seckel * 2.7.1925 – ✡ 8.1.2010; Heirat 1986 in Kopenhagen, Dänemark
Quellen
- Arcinsys
- Arolsen Archives
- Deutsch-Russisches Zentrum Sachsen e.V. (Hrsg.): Journal Juden in Sachsen
- Find a Grave
- Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
- Památník Terezín
- Spuren im Vest
- Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
- USC Shoah Foundation – The Institute for Visual History and Education
- Porträtfoto Bernd Drucker, 1933 (Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig)

