Fritz Löwenstein

Siegfried Fritz Löwenstein [Frits Lövenstein]
* 22.8.1918 (Essen) – ✡ 1999
Stationen: Essen, Halbe, Freienstein, Dänemark, Schweden

  • 30.7.1935 – 31.1.1936: 6 Monate zur Hachschara im Landwerk Halbe
Meldung der ausgebildeten Praktikanten im Landwerk Halbe vom 31.3.1938 (Quelle: Yad Vashem)
Meldung der ausgebildeten Praktikanten im Landwerk Halbe vom 31.3.1938; mit auf der Liste Leo Lippmann und Lieselotte Weinstock, die im Juli bzw. September 1937 nach Freienstein gehen (Quelle: Yad Vashem)
  • danach zur Hachschara nach Freienstein
  • 10. November 1938, Novemberpogrom: Fritz Löwenstein wird zusammen mit seiner Verlobten Edith Jacobsohn und den anderen Juden auf Gut Freienstein verhaftet und ins Gefängnis nach Stettin transportiert; am nächsten Morgen werden die Mädchen und Frauen nach Hause geschickt, die Jungen und Männer werden ins KZ Sachsenhausen deportiert; Fritz Löwenstein erhält die Häftlingsnummer 11337 und wird dem Block 62 zugewiesen (dem sogenannten „Kleinen Lager“, in dem die meisten der jüdischen Häftlinge untergebracht waren)
Dokument mit einer Liste aus dem KZ Sachsenhausen, in der Liste sind 23 zu entlassende Juden mit Häflingsnummer, Name, Vorname und Geburtsdatum erfasst
Fritz Löwenstein wird am 12.12.1938 nach 4 Wochen Haft aus dem KZ Sachsenhausen entlassen. Am gleichen Tag werden auch Günther Jaffé, Helmut Baum, Bernd Drucker, Lothar Glogauer, Gerhard Herzog und Heinz Mosse entlassen. (Quelle: Arolsen Archives)
  • 7.2.1939: Flucht nach Dänemark, Odense
Fritz Löwenstein und Edith Jacobsohn heiraten am 19.9.1939 in Dänemark (Quelle: Deutsches Zeitungsportal)
Fritz Löwenstein und Edith Jacobsohn heiraten am 19.9.1939 in Dänemark (Quelle: Deutsches Zeitungsportal)
  • Winter 1940/41: Fritz Löwenstein zusammen mit seiner Ehefrau Edith zur Ausbildung in der Husmandsskole in Tarup – er zur Ausbildung als Bauer und sie vermutlich als Näherin; nach der Ausbildung bekommen beide dort eine Arbeit
  • 11./12.10.1943: Flucht von Nyköbing, Dänemark nach Trelleborg, Schweden
Fritz Löwenstein gelingt zusammen mit seiner Frau Edith auf einem Fischerboot die Flucht nach Schweden (Quelle: save-haven.dk)
Fritz Löwenstein gelingt zusammen mit seiner Frau Edith auf einem Fischerboot die Flucht nach Schweden (Quelle: save-haven.dk)
  • nach Kriegsende kehren Fritz und Edith Löwenstein nach Dänemark zurück und wohnen in Kopenhagen
  • 1999: Fritz Löwenstein stirbt im Alter von 81 Jahren
Familie
  • Großeltern Löwenstein: Jacob Löwenstein; verh. mit Sara Grünebaum
  • Großeltern Stein: Salomon Stein * 13.3.1843 (Storndorf) – ✡ 22.6.1912 (Frankfurt); verh. mit Fannÿ Reihs * 1.3.1847 (Ulrichstein) – ✡ 21.3.1909 (Alsfeld)
  • Vater: Isidor Löwenstein * 31.12.1881 (Gedern) – ✡ 13.10.1940 (Essen)
  • Mutter: Bertha Stein * 15.7.1882 (Alsfeld) – ✡ 1942 (Ghetto Minsk/Belarus); Heirat im Mai 1909 in Alsfeld
  • vermtl. Schwester: Erika Löwenstein * 25.12.1921 (Essen)
  • Ehefrau: Edith Rosa Jacobsohn * 30.4.1915 (Berlin) – ✡ 14.9.1961 (Kopenhagen, Dänemark)
Quellen