Siegfried Fritz Löwenstein [Frits Lövenstein]
* 22.8.1918 (Essen) – ✡ 1999
Stationen: Essen, Halbe, Freienstein, Dänemark, Schweden
- 30.7.1935 – 31.1.1936: 6 Monate zur Hachschara im Landwerk Halbe

- danach zur Hachschara nach Freienstein
- 10. November 1938, Novemberpogrom: Fritz Löwenstein wird zusammen mit seiner Verlobten Edith Jacobsohn und den anderen Juden auf Gut Freienstein verhaftet und ins Gefängnis nach Stettin transportiert; am nächsten Morgen werden die Mädchen und Frauen nach Hause geschickt, die Jungen und Männer werden ins KZ Sachsenhausen deportiert; Fritz Löwenstein erhält die Häftlingsnummer 11337 und wird dem Block 62 zugewiesen (dem sogenannten „Kleinen Lager“, in dem die meisten der jüdischen Häftlinge untergebracht waren)

- 7.2.1939: Flucht nach Dänemark, Odense

- Winter 1940/41: Fritz Löwenstein zusammen mit seiner Ehefrau Edith zur Ausbildung in der Husmandsskole in Tarup – er zur Ausbildung als Bauer und sie vermutlich als Näherin; nach der Ausbildung bekommen beide dort eine Arbeit
- 11./12.10.1943: Flucht von Nyköbing, Dänemark nach Trelleborg, Schweden

- nach Kriegsende kehren Fritz und Edith Löwenstein nach Dänemark zurück und wohnen in Kopenhagen
- 1999: Fritz Löwenstein stirbt im Alter von 81 Jahren
Familie
- Großeltern Löwenstein: Jacob Löwenstein; verh. mit Sara Grünebaum
- Großeltern Stein: Salomon Stein * 13.3.1843 (Storndorf) – ✡ 22.6.1912 (Frankfurt); verh. mit Fannÿ Reihs * 1.3.1847 (Ulrichstein) – ✡ 21.3.1909 (Alsfeld)
- Vater: Isidor Löwenstein * 31.12.1881 (Gedern) – ✡ 13.10.1940 (Essen)
- Mutter: Bertha Stein * 15.7.1882 (Alsfeld) – ✡ 1942 (Ghetto Minsk/Belarus); Heirat im Mai 1909 in Alsfeld
- vermtl. Schwester: Erika Löwenstein * 25.12.1921 (Essen)
- Ehefrau: Edith Rosa Jacobsohn * 30.4.1915 (Berlin) – ✡ 14.9.1961 (Kopenhagen, Dänemark)
Quellen
- Ancestry
- Arolsen Archives
- Center for Jewish History: Peter W. Lande, Jewish „training“ centers in Germany, 1978
- Deutsches Zeitungsportal
- Find a Grave
- Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
- Hessisches Hauptstaatsarchiv
- Historienshus Odense
- Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO), Entschädigungsbehörde
- Landesarchiv Berlin
- Mapping the Lives
- MyHeritage
- Niedersächsisches Landesarchiv, Abt. Hannover
- safe-haven.dk
- USC Shoah Foundation – The Institute for Visual History and Education
- Yad Vashem
- Porträtfoto Fritz Löwenstein, Winter 1940-41 (Quelle: Historienhus Odense, Atrup Lokalarkiv)

